Stadtteildaten

Lage und Geschichte


Hammer Landstraße Ecke Sievekingdamm 1934 (C:Stadtteilarchiv

Im Jahr 1256 erhielt Hamburg von den Schauenburger Grafen die "alte Bürgerweide" zugesprochen. Sie liegt im nördlichen Teil des heutigen Stadtteils Borgfelde. Auch Hamm wird 1256 erstmalig urkundlich erwähnt. 1383 kaufte der Hamburger Rat dann die Landherrenschaft Hamm inklusive des Dorfs Hamm am Geesthang und des angrenzenden Waldstückes.

Das Gelände in Borgfelde wurde als Weideland genutzt und als Vorfeld der Stadtbefestigung freigehalten. Die Besiedelung setzte erst nach der Aufhebung der Torsperre im Jahre 1860 ein und beschleunigte sich ab der Ernennung zum Vorort 1871 rapide. Auch Hammerbrooks wurde erschlossen und ebenfalls bebaut. Während der obere Teil von Borgfelde auf den Geesthang eher bürgerlich strukturiert war, fanden im unteren Teil eher sozial schwächer gestellte Familien Unterkunft.

 

Hamm wird zum begehrten Vorort

Hamm wurde seit dem 17 Jahrhundert auch von Hamburgern besiedelt und der Wald zunehmend abgeholzt. 1847 erhielt Hamm den Status eines Vorortes, 1894 den eines Stadtteils. Die südlichen Teile konnten allerdings erst nach ihrer Trockenlegung durch mehrere Kanäle zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts besiedelt werden. Hamm wuchs vor dem Zweiten Weltkrieg so zu einem der größten Stadtteile Hamburgs heran, der 90.000 Einwohner beherbergte.

 

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Das Mahnmal an der hammer Kirche

Der Feuersturm

In der Folge des Bombenangriffs vom 27./28. Juli 1943 verbrannte nahezu die gesamte Bebauung der Stadtteile im Feuersturm. Der Stadteil wurde fast zu 100% zerstört, der nördliche Teil wg. nicht zu bergender Leichen und der damit verbundenen Seuchengefahr zum Sperrgebiet. In den folgenden Jahren gab es in Hamm und Borgfelde keinerlei Energie und Wasserversorgung. Die Versorgung mit Lebensmitteln wurde über Lebensmittelkarten organisiert, so dass die Bevölkerung auf auch Selbsthilfe angewiesen war.

Zum Gedenken an die schrecklichen Ereignissedes Jahres 1043 und die Opfer von Krieg und Faschismus wurde im Herbst 2007 auf dem alten Hammer Freidhof am Horner Weg ein Mahnmal errichtet. Es besteht aus der alten Hammer Kirchenglocke, die wie durch ein Wunder - trotz Feuersturm und Kirchenzerstörung - auf einer Lagerfläche im Hamburger Hafen den Krieg unversehrt überstanden hat.

 

Schwieriger Wiederaufbau

Der Wiederaufbau der Wohnbebauung begann ab Anfang der fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. In den ersten Jahren des Wiederaufbaus wurde dabei wiederum im Stile der Entwürfe Schumachers gebaut, dabei wurden jedoch im Wesentlichen kleine Wohnungen gebaut, um der akuten Wohnungsnot entgegentreten zu können. Es entstand die bis heute typische Zeilenbebauung anstelle der Blockrandbebauung der Vorkriegszeit. Das Gewerbe konzentrierte sich jedoch im Bereich Hamm- Süd. In Hamm- Mitte und Hamm- Nord bildete sich die bis heute vorhandene reine Wohnstruktur. Allerdings leben in Hamm und Borgfelde zusammen nur noch knapp, 42.000 Menschen, was eben der starken Industrialisierung der Südteile geschuldet ist.

 

Wachsender Autoverkehr

Der wachsende Autoverkehr bildete in den folgenden Jahren dringenden Handlungsbedarf, da die Hammer Landstrasse zusehends überbelastet war. So wurden Eiffestraße und Sievekingsallee für den Durchgangsverkehr ausgebaut. Parallel zur Hammer Landstrasse wurde in den sechziger Jahren die heutige U3 zunächst bis zur Haltestelle Legienstrasse und später weiter nach Billstedt und Mümmelmannsberg gebaut.

 

Der wohl wichtigste Betrieb ist die Tchibo GmbH mit einer der größten Kaffeeröstereien Europas. Zudem ist die Stiftung berufliche Bildung (SBB) ansässig.Das Störtebeker-Haus bietet auf 10.000 Quadratmetern Platz für Gewerbe und Dienstleistungen uns stellt mit seiner historisierten Fassade zudem eines der architektonischen Highlights dar.

 

2011: Wiedervereinigtes Hamm

In den 50iger Jahren wurde Hamm in die drei Stadteile Hamm-Nord, Hamm-Mitte und Hamm-Süd aufgeteilt. Zur Orinetung hatte dies duchaus Sinn gemacht, trug aber auch in den Köpfen zu einer Trennung des ursprünglichen Stadteils bei.

Im Jahr 2010 erkannten die Mitglieder des Quatiersbeirats des Osterbrookviertels das Problem und starteten eine Initiative zur Vereinigung der drei Hammer Stadtteile. Die SPD-Mitglieder im Quartiersbeirat Heiko Müller und Dirk Kienscherf unterstützten die Umsetzung des Antrags sowohl auf Bezirks- als auch auf Bürgerschaftsebene.

Im Dezember 2010 beschloss die Hamburgische Bürgerschaft die Vereinung der drei Hammer Stadtteile zum neuen Stadteil Hamm.

 

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Ballettschule Neumeyer

Sehenswürdigkeiten

Weitere sehenswerte Bauwerke sind ehemalige Mädchengymnasium in der Caspar-Voght-Straße, in dem sich heute das Ballettzentrum Hamburg befindet und die nach dem zweiten Weltkrieg neu erbaute Dreifaltigkeitskirche an der U-Bahn-Station „Hammer Kirche“, die jüngst mit der Aufstellung historischen Glocke ein Mahnmal für die Zerstörungen des Krieges aufgestellt hat. Zudem befinden sich auf dem anliegenden Friedhof das Grab von Johann Hinrich Wichern und ein weiteres Mahnmal zum Gedenken an die während der französischen Belagerung 1813/14 umgekommenen Hammer Bürger. Sehenswert in Borgfelde: Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des Alida Schmidt-Stiftes und Hiob Hospitals.

Zudem gibt es vielfältige Angebote im kulturellen Bereich. Im Stadtteilarchiv Hamm werden 30.000 historische Fotos des Stadtteils ausgestellt. Mit der „Baderanstalt“ im Hammer Steindamm und dem Sprechwerk in der Klaus-Groth-Strasse gibt es zwei Hamburgweit bekannte Theater.

 

neumeyer

Freunde der frischen Luft können sich in dem von Otto Linne angelegten Hammer Park entspannen oder im Aschbergbad an der Braunen Brücke in Hamm Süd schwimmen gehen.

 
 

MITTEndrin.

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